Workshop - Blumen, Insekten, Schmetterlinge und Landschaften im Friaul

Schönheit entdecken - fotografische Exkursion ins Friaul

Das Friaul ist reich an unterschiedlichsten Landschaften; nicht umsonst nennen die Einheimischen ihre Provinz „piccola patria“, weil es die ganze Vielfalt Italiens auf kleinem Raum vereint. Im Laufe dieser Foto-Exkursion lernen Sie Orte und versteckte Naturoasen kennen, die sehr verschiedene Aspekte repräsentieren.

Die Karstlandschaft im Hinterland des Golfes von Triest gehört vermutlich zu den unbekannteren Regionen. Unter recht speziellen Bedingungen – felsiger Untergrund aus Kalkgestein, dünne Humusdeckung, große tages- und jahreszeitliche Temperaturunterschiede – haben sich hier ganz besondere Lebensgemeinschaften etabliert. Auf äußerst kargen, trockenen, warmen und sommerheißen Standorten finden wir hier eine Vielzahl von Blumen und eben auch eine Fülle an Insekten, wie wir es von unserer Heimat her nicht mehr kennen. Jeder Schritt durch eine solche Wiese offenbart mit zirpenden Grillen oder springenden Heuschrecken den lebendigen Reichtum. Besonders attraktiv sind natürlich die Schmetterlinge. Es ist nie ganz leicht, diese tagsüber meistens in Bewegung über die Wiese gaukelnden „Juwelen der Luft“ zu fotografieren – doch selten hat man so viel Gelegenheit dazu. Hier lebt auch der Schmetterlingshaft, ein Netzflügler, von dem es in Mitteleuropa nur drei Arten gibt. Mit etwas Glück gelingt es uns auch Smaragdeidechsen und junge Gottesanbeterinnen ins Bild zu setzen.

In größtem Kontrast dazu stehen die Karstquellen oder Dolinenseen, wo aus dem Untergrund frisches, kaltes Wasser an die Oberfläche tritt. Der Lago Doberdó ist ein solcher periodischer See, dessen Wasserstand mit den Jahreszeiten und Niederschlägen einer enormen Schwankung unterliegt. In seinem Umfeld betritt man eine andere Welt: schattig, kühl, mit Beständen gelber Iris oder flutendem Hahnenfuß.

Ein weiterer Lieblingsort, den wir mit Ihnen teilen möchten, ist ein kleiner Aussichtsberg im Grenzgebirge zwischen Friaul und Slowenien. Vom 1.642 m hohen Gipfel aus genießt man bei klarem Wetter einen unglaublichen Rundum-Blick vom Triglav bis an die Adria. Allein deshalb ist er einen Besuch wert, doch unser Ausflug widmet sich auch den ausgedehnten Blumenwiesen unterhalb des Gipfels. Und da wir mit dem Auto bis auf 1.320 m fahren können, bleibt im Rahmen der kurzen Wanderung genügend Zeit zum Fotografieren.

Bei dieser Gelegenheit besuchen wir auch das Städtchen Cividale del Friuli – das historische Zentrum und nette Cafés verlocken uns zu einem Aufenthalt.

An- und Abreisetag repräsentieren nochmals den naturräumlichen Reichtum dieser Gegend: Am Südrand der friulanischen Dolomiten besuchen wir eine großartiges Höhle und eine eindrucksvolle Klamm. Im Naturpark „Grotta di Pradis“ bewundern wir nicht nur den immens großen Höhlenraum, sondern auch die enge, formenreiche Schlucht entlang des Wildbaches Cosa. Und zum Abschluss lernen wir noch den Küstenkarst nördlich von Triest kennen –

die Region also, wo der Kalk in steilen Klippen die Adria erreicht. Das Besondere hier sind nochmals neue Natur-Aspekte, der freie Blick übers Meer – und die Gelegenheit, die Fahrt mit einem Bad abzurunden.

Diese Exkursion konzentriert sich auf Landschaft, Insekten und Blumen und gewährt viel Zeit, um sich mit Muße den Motiven zu widmen, damit vertraut zu werden immer bessere Fotos zu gestalten. Auf der anderen Seite sind mit den Ausflügen in Regionen gänzlich unterschiedlichen Charakters auch viele neue Natureindrücke und Erlebnisse möglich.


  • 15.06.2019 - 18.06.2019
  • 4 Tage, 15. bis 18. Juni 2019
  • 580 Euro
  • mind. 8, max. 12
  • Region Friaul
    • Qualifizierte Seminarleitung Martin Sinzinger in der Kleingruppe mit maximal 12 Personen
    • 2x HP und 1x ÜF in gutem 3***Landhotel im Karstgebiet
    • Eintritt in „Grotta di Pradis“

    Kosten: Euro 580 im DZ; EZ-Zuschlag Euro 75

  • Nicht enthalten: Anreise; Hinweis: Bei Interesse organisieren wir eine gemeinsame Anreise. Sprechen Sie uns deswegen einfach an!

  • Allgemein

    Als Exkursionen angelegt, führen alle Angebote mit - meist kleineren - Wanderungen in ausgesucht schöne Landschaften mit jahreszeitlich charakteristischen Naturaspekten. Die fotografische Praxis geht dabei primär vom Motiv und einer tieferen Beschäftigung mit dessen „Wesen“ aus. Naturkundliche Informationen ergänzen daher die technischen Tipps zu Möglichkeiten der lichtbildnerischen Umsetzung. Diese fotografischen Ausflüge geben vielfältige Möglichkeiten zur Annäherung an Landschaft, Pflanzen und Tiere und zur Übung und Praxis der Naturfotografie unter profunder Anleitung. Immer ist auch Zeit für individuelle Hilfestellungen zur Fototechnik, zu Funktionen der eigenen Kamera, etc. Daneben darf es aber auch einfach eine schöne Zeit im Kreise Gleichgesinnter sein ...

    Mit jedem Ausflugstag ist auch eine kürzere Wanderung verbunden; wir setzen in etwa zwei Stunden reine Gehzeit und einen Höhenunterschied am Monte Bondone von etwa 150 Höhenmetern an. Für die Verlängerung auf dem Rifugio Campei benötigen Sie etwas Kondition und Wandererfahrung; vom Parkplatz zur Hütte gehen wir etwa 2 ½ Stunden mit einem Höhenunterschied von etwa 200 m. Übernachtungsgepäck

  • Für individuelle Fragen - z.B. zu fotografischen Interessen und Schwerpunkten, zur Aurüstung etc - setzen Sie sich persönlich mit mir in Verbindung!

    Etwa 10 – 14 Tage vor dem Workshop erhalten Sie noch ausführliche Informationen zu Tagesablauf, Anfahrt zum Treffpunkt, Organisatorischem.

    Für diese Exkursion bitten wir um schriftliche Anmeldung - Verwenden Sie dazu das Anmeldeformular, das sie hier herunter laden können.

    Reiseveranstalter: Naturbegegnung Wanderreisen e.K., Aidenbach 7, 84539 Ampfing, www.naturbegegnung.de.

    Unter diesem Link finden Sie die AGB.
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